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1959  Erneuerung des Dachstuhles

 

 

1960  Anbau eines Winterraumes 

 

 

2001  Letzter Umbau

 

 

Die Hüttenpächter:

ab 1901 Friedel Schöpf

ab 1918 Familie Wörz

ab 1925 Franz-Josef Schöpf

ab 1928 Agnes Schöpf

ab 1939 Peter Paul Schöpf

ab 1951 Mathilde Schöpf

(Wirtin Emma Riml)

ab 1955 Ernst Riml

seit 1994 Familie Michael Riml

Die Geschichte der Winnebachseehütte

Auszug aus der Festschrift, anlässlich der 75-jährigen Bestehens der Hütte:

 

75 Jahre Winnebachseehütte

 

Als vor mehr als 100 Jahren der Deutsche Alpenverein gegründet wurde, lautete ein Punkt der Satzung: „Die Bereisung der Alpen zu erleichtern". Diese Zielsetzung schloss nicht nur den Bau und die Markierung von Wegen und Steigen, sondern auch die Errichtung von Schutz- und Unterkunftshäusern ein. Es begann die Pionierzeit des Hüttenbaus in den Alpen und viele, selbst alpenferne Sektionen kannten nicht Rast noch Ruh', bis ihr Wunschtraum von einer eig-enen Hütte in einem bergsteigerisch lockenden Gebiet verwirklicht war. Zum Ehrgeiz, der die letzten noch jungfräulichen Gipfel bezwang und der schließlich auch noch durch die Diretissima nach oben führte, hatte sich das Bestreben gesellt, möglichst nahe am Berg Stützpunkte für Bergfahrten und Obdach für Witterungsunbilden zu schaffen.

 

Die Erbauung der Hütte

 

Auch in der im Jahre 1885 gegründeten Sektion Frankfurt a.O. war schon bald der Wunsch nach einer eigenen Hütte in den Alpen laut geworden und man sparte fleißig für ein solches Vorhaben. Außerdem waren die zu Bergtouren ins Hochgebirge reisenden Mitglieder angewiesen, sich nach einem geeigneten Standort bzw. Bauplatz umzusehen.

 

Im Sommer 1899 verbrachte der Vorsitzende der Sektion, Erster Staatsanwalt Chuchul einige Wochen in Längenfeld (Ötztal). Bei einer der von hier aus unternommenen Bergtouren entdeckte er, wie die Chronik berichtet, „in hoher Alpenwildnis einen herrlichen Platz am Winnebachsee (2372 m)" und es schenkten ihm die Eigentümer jenes Geländes, die Familie Schöpf vom Winnebachhof, „soviel Terrain, wie zum Bau einer Hütte nötig war". Sofort berichtete er dies nach Frankfurt a.O. und eine sogleich einberufene außerordentliche Generalversammlung beschloss am 26.8.1899 den Bau einer „Winnebachsee-Hütte" unter Verwendung des vorhandenen Barvermögens von 3840 Mark. Mitteilung hiervon ging postwendend an den Vorsitzenden, der seine letzten Urlaubstage opferte, um mit Hilfe der ihm befreundeten Geschwister Peter und Agnes Gstrein aus Längenfeld Kostenvoranschläge und Baugenehmigungen einzuholen und die in Betracht kommenden Handwerker zu beauftragen. Als Träger und Handlanger, das war vom Spender des Baugrundes zur Bedingung gemacht worden, wurden die Angehörigen der Familie Schöpf gedungen.

 

Im Jahre 1900 wurde mit dem Bau begonnen; im Juli 1901 war das Werk vollendet. Inzwischen hatten die Mitglieder der Sektion weitere 2300 Mark gespendet und der Zentralausschuss des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins 3000 Mark Baubeitrag bewilligt. Ein kleiner Rest der Baukosten wurde durch rückzahlbare Anteilscheine aufgebracht.

 

Am 1. August 1901 fand die feierliche Einweihung der Hütte statt. „Das war ein Fest, wie es unsere norddeutsche Flachlandsektion noch nie erlebt hatte und sobald nicht wieder erleben wird", berichtet eine spätere Festschrift. Ein kleiner Teil der über 100 Festgäste war von Innsbruck her durch das Sellraintal über das Winnebachjoch zur Hütte gewandert, das Gros, darunter viele Einheimische in ihren Trachten, stieg von Längenfeld nach Gries und von hier auf dem erstmals markierten Weg zur Hütte auf. Sie wurden mit Böllerschüssen empfangen. Nach der Festansprache des Sektionsvorsitzenden Chuchul nahm Pfarrer Reisigl die Weihe vor. „Danach lagerte sich die Festversammlung im prächtigen Sonnenschein vor der Hütte und erquickte sich an Schinkenwürste und Wein". So wiederum die Chronik.

 

50 Hüttenjahre im Wandel der Zeiten

 

Es ist nicht allzu viel, was wir seit dem Tage der Einweihung bis zur Übernahme der Hütte durch die Sektion Hof überliefert erhalten haben oder aus spärlichen Quellen ermitteln konnten. Die Bergkameraden der Sektion Frankfurt a.O., die über die Zeit zwischen den beiden großen Kriegen berichten könnten sind nicht mehr oder verschollen und auch die Jahre nach dem 2. Weltkrieg liegen arg im Dunkeln. Nur die schon einmal zitierte Festschrift aus dem Jahre 1910, Aufzeichnungen in den Hüttenbüchern und die Erinnerung Einheimischer bringen etwas Licht in das Dunkel.

 

Die Begeisterung der Frankfurter Bergfreunde für ihre neue Errungenschaft hielt zumindest bis zum Beginn des 1. Weltkrieges in unverminderter Stärke an und gab der Sektion gewaltigen Auftrieb. 1903 wurde der Weg zum Winnebachjoch ausgebaut und markiert und besonders seit dem Bau des Westfalenhauses im Jahre 1908 immer stärker begangen. 1907 folgte die Anlegung und Markierung eines Weges zum Zwieselbachjoch und 1912 der markierte Weg auf den Gänsekragen. Ersterer war bald ein viel benutzter Übergang nach Niederthai und wohl mit ausschlaggebend für den Bau der Gubener Hütte im Jahre 1912.

 

In den folgenden vier Jahrzehnten gab es an und in der Hütte, wenn man vom Pächterwechsel absieht, sowie in der Hüttenumgebung keine Veränderungen mehr. Zwei Kriege, danach jeweils Inflation, Arbeitslosigkeit und Kampf ums Dasein, hinterließen auch in der Hüttengeschichte ihre Kerben und legten jegliche Initiative, die auch nur mit den geringsten Ausgaben verbunden gewesen wäre, lahm. Anders die Entwicklung des Hüttenbesuches. Während er vor dem 1. Weltkrieg bei 200 bis 350 Tages- und Übernachtungsgästen lag, dann in den Kriegsjahren auf wenige, meist einheimische Besucher abgesunken war, stieg er in den Folgejahren mit dem allgemeinen Trend ins Gebirge auf ein Mehrfaches - 1922 waren es schon 1419 Eintragungen im Hüttenbuch - an. 1923 war die Hütte aus nicht mehr feststellbarem Grunde geschlossen, doch setzte gleich danach der starke Andrang der Gäste wieder ein. Erst gegen Ende der 20er Jahre wird die Besucherzahl wieder rückläufig und erreicht 1932 mit 98 Hüttengästen einen neuen Tiefpunkt. Nur langsam ging es anschließend wieder aufwärts, bis der 2. Weltkrieg erneut einen Rückschlag brachte. 1944 waren es nur noch ganz wenige Einheimische, die wahrscheinlich nach schauen wollten, ob die Hütte noch steht. Am 15.7.45 fand man sie aufgebrochen und geplündert vor.

 

Wie aller deutscher Besitz in Österreich, wurde auch die Winnebachseehütte im Jahre 1945 nach Kriegsende enteignet und später dem Österreichischen Alpenverein zur Verwaltung übertragen. Dieser betrachtete sich allerdings nur als Treuhänder und wartete mit den deutschen Bergkameraden auf den Tag, da eine Rückgabe der deutschen Hütten an deutsche Sektionen möglich war.

 

Das Adoptivkind der Sektion Hof

 

Wunschträume gehen nur selten in Erfüllung. Jener der Hofer Alpenvereinler erst nach 58 Jahren, nämlich 1954, als der ÖAV ihm noch zur Rückgabe verbliebene Hütten, deren Eigentümer-Sektionen nach dem Krieg nicht wieder erstanden waren, anderen deutschen Sektionen zur Betreuung anbot. Mit einer Hartnäckigkeit sondergleichen hatte der Hofer Sektionsvorsitzende Dr. Schmidtner die Bewerbung seiner Mitglieder um eine dieser Hütten immer wieder beim ÖAV vorgetragen, bis dessen Geschäftsführer Delle Karth ihm sogar drei Hütten zur Auswahl anbot: die Kattowitzer Hütte, die Geraer Hütte und die Winnebachseehütte. Der Abordnung, die zur Besichtigung der Hütten ausgesandt wurde und berichten sollte, ging es nicht anders als Weiland Herrn Chuchul. Die Winnebachseehütte und das sie umgebende prachtvolle Panorama sehen -, und schon waren die Würfel gefallen.

 

Am 1.1.1955 übernahm die Sektion Hof aufgrund eines zwischen dem ÖAV und DAV geschlossenen Vertrages zunächst die Partnerschaft über diese Hütte. Dies bedeutete Verwaltung, Instandsetzung und Modernisierung des Hauses, also ein Bündel von Aufgaben und Problemen, aber so recht etwas, an dem die seit der Wiederzulassung aufblühende Sektion ihre Kräfte messen konnte. Und sie hat es, das kann mit Stolz vermerkt werden, bis heute mit großem Erfolg getan.

 

Umfangreich ist die Namensliste derer, die in Vorstandschaft und aus Mitgliederkreisen in vorbildlichem Einsatz und unter beachtlichen Opfern an Zeit und Geld zum Ausbau der Hütte und eines neuen Zugangsweges beigetragen haben. Allen voran der langjährige stellvertretende Vorsitzende und Hüttenwart Alfred Thannheiser, der in Ermangelung vorhandener Unterlagen die Hütte vermessen, neue Baupläne gefertigt und bei den meisten Ausbauarbeiten auf Grund seiner Fachkenntnisse Regie geführt hat. Die folgenden Daten und Stichpunkte veranschaulichen, mit welcher Emsigkeit und Hingabe sich die Sektion ihrer neuen Pflichten angenommen hat.:

 

1956/57   Errichtung eines Vorbaues am Hütteneingang, Anbau eines Abortes mit Waschraum, Einbau

                  einer Propanasanlage zur Hüttenbeleuchtung;

1959         Erneuerung des Dachstuhles, hier zeichnete sich besonders die Jungmannschaft der

                  Sektion aus, die zentnerschwere Balken vom Tal zur Hütte schleppte.

1960         Anbau eines Winterraumes, im Sommer gleichzeitig kunft für den Hüttenwirt;

1961         Beschaffung neuer Matratzen und Kissen;

1962         Neubau einer Wasserleitung, Einbau einer Spüle in der Küche und von Waschbecken in den

                  Schlaf räumen, Beschaffung und Aufstellung eines neuen Küchenherdes;

1966         Bau eines neuen Weges zur Hütte mit teilweise neuer Trasse:

1967         Beschaffung eines neuen Ofens für den Tagesraum;

1968         Umbau der Küche, Vergrößerung des Tagesraumes;

1969         Einbau einer neuen Treppe zu den Schlafräumen und Beschaffung neuer Türen;

 

Rund 64.000 DM hat der Alpenverein Hof für diese Arbeiten ausgegeben und davon 58.000 DM aus eigenen Mitteln beigesteuert. Etwa zur gleichen Zeit, da die Sektion die Hütte übernahm und im Rahmen des Möglichen Verbesserungen schuf, setzte zum zweiten Male in diesem Jahrhundert der Ansturm ins Gebirge ein. Auch die Winnebachseehütte profitierte davon. Nicht nur die Zahl der Übernachtungen näherte sich mit etwa 2000 pro Jahr einer durchschnittlich 60%igen Belegung der Schlafstellen, sondern auch die Tagesgäste nahmen, bedingt durch den immer stärker werdenden Fremdenverkehr in Gries und Längenfeld sprungartig zu. Ansporn zum Aufstieg zu den Hütten geben die von den Verkehrsvereinen gestifteten Wandernadeln, die den Nachweis von mehreren Hüttentouren voraussetzen. Auch in der Sektion Hof selbst wurde eifrig für den Besuch der Hütte und für Bergtouren rund um die Hütte geworben und keine Gelegenheit ausgelassen, die Anlass zu einem Treffen auf der Hütte bot. Insbesondere die Herbstfahrten der Sektionsmitglieder nach Gries zum Ausklang des Bergsteigerjahres fanden mehr und mehr Anklang und die Feiern zum 60. und 70. Hüttenjubiläum, letztere mit Einweihung des Gipfelkreuzes auf dem Breiten Grieskogel, sowie das 20jährige Jubiläum des Hüttenwirts Ernst Riml, zeigten immer größere Teilnehmerzahlen. Dass dabei auch der Kontakt der Hofer mit den Einheimischen enger und manch freundschaftliche Beziehung geknüpft wurde, haben beide Seiten gern vermerkt.

 

Je enger von Jahr zu Jahr das Band zwischen der Sektion Hof und der Hütte am Winnebachsee in tatsächlicher Hinsicht wurde, desto dauerhafter wurde auch das rechtliche Verhältnis zwischen beiden. Am 1.1.1963 ging der Besitz an mittel-und ostdeutschen Hütten in Österreich auf den DAV über, der die bestehende Patenschaft für die Winnebachseehütte bestätigte. 1970 wurde diese Vereinbarung durch einen 10jährigen Betreuungsvertrag zwischen dem DAV und der Sektion Hof, der auch das zur Hütte führende Wegnetz umfasste, ersetzt. Aber schon 1972 konnte die Sektion Hof die Hütte mit Umgriff käuflich zu Eigentum erwerben. Das Ziel war endlich ganz erreicht; die auch vom Hauptverein anerkannten Leistungen der Sektion hatten ihre Früchte getragen.

 

Mit dem Eigentumserwerb war eine wichtige Voraussetzung für das bisher letzte und aufwendigste Bauvorhaben, die Errichtung einer Materialseilbahn vom Winnebachhof zur Hütte, geschaffen. Mehr als 70 Jahre lang ist alles Material für den Hüttenbau und Ausbau, jedes Teil der Einrichtung, sämtlicher Bedarf für Verpflegung, Heizung und Beleuchtung, sowie das in der Hütte gelagerte Rettungsgerät auf dem Rücken mit Rucksack oder Kraxe oder mit dem Tragtier hinaufgebracht worden. Generationen von Trägern und Mulis haben ihren Schweiß auf dem teilweise recht beschwerlichen Pfad zur Hütte vergossen. Aber durch den immer stärker werdenden Hüttenbesuch waren sie einfach überfordert und so musste die Technik an ihre Stelle treten. Fast zweijährige Bemühungen um die Sicherstellung der Finanzierung und eben solange Vorarbeiten zur Beschaffung der Plan- und Vermessungsunterlagen, der behördlichen Genehmigungen und des Einverständnisses der Grundstückseigentümer waren erforderlich, bis der Auftrag an die Fa. Pertl in Innsbruck erteilt werden konnte. Mit erheblicher Verspätung wegen langer Schneelage und schlechtem Wetters begannen die Arbeiten Ende Juli 1974 und erst am letzten Tag vor der für 28.9.1974 geplanten Einweihung, als die Landschaft bereits im winterlichen Weiß versank, waren die letzten Handgriffe getan Zum Festakt, bei dem Vorsitzender Fritz Kreissig, dem das Hauptverdienst an dieser Errungenschaft zuzuschreiben ist, im Rahmen einer Ansprache die Seilbahn zur Benutzung an den überglücklichen Hüttenwirt Ernst Riml übergab und Kooperator Turnes aus Silz die Weihe vornahm, waren erstmals seit 1901 wieder über 100 Sektionsangehörige und Gäste herbeigeeilt, um das 200.000 DM-Projekt zu bewundern. Der Eigenanteil der kleinen Hofer Sektion an dieser beachtlichen Summe betrug 48.000 DM, sowie eine noch hinzukommende Darlehensverpflichtung an den Hauptverein mit 40.000 DM, die allerdings in erschwinglichen Raten abgedeckt werden kann. Durch die Seilbahn kamen 1975 auch noch eine zwar bescheidene, aber doch sehr nützliche elektrische Beleuchtung und vor allem Telephon in die Hütte, das im Notfall die Verbindung zur Außenwelt herstellt und Hilfe herbei holen kann.

 

Trotz all dieser Änderungen und Verbesserungen hat die Hütte 75 Jahre hindurch den Charakter bewahrt, der ihr von Anfang an von ihren Erbauern zugedacht war: eine kleine, nette Bergsteigerunterkunft zu sein, in der Geselligkeit und Gemütlichkeit zu Hause sind und der Aufenthalt zu einem in guter Erinnerung bleibenden Erlebnis wird.

 

Der Hüttensteckbrief

 

Amtliche Höhe 2362 m. Die Angaben und Aufzeichnungen der Sektion Frankfurt a.O. (auch das alte Hüttenschild am Haus) lauten 2372 m und seit Übernahme der Hütte durch die Sektion Hof hat sich auf Hüttenstempel und Postkarten auch die Höhenangabe 2374 m eingeschlichen.

 

Mit 48 Schlafplätzen (8 Betten, 15 Matratzenlager, 13 Notlager und 12 Lager im Winterraum) und ebenso vielen Sitzplätzen im Tagesraum und in der Küche zählt die Winnebachseehütte zu den Zwergen unter den Alpenvereinshütten. Doch viele sagen: „klein, aber oho!". Sie wird schon seit eh und je ob ihrer Sauberkeit und guten und preiswerten Verpflegung gepriesen. Seit 21 Jahren gebührt dieses Lob dem mit Schwung, zugleich aber auch mit innerer Gelassenheit waltenden Hüttenwirt Ernst Riml aus Gries.

 

Der Aufstieg von Gries über den Winnebachhof und dann auf dem stets gut hergerichteten Weg ist, obwohl er 800 Höhenmeter überwindet, nicht allzu anstrengend und für einen normalen Geher in 1 1/2 bis 2 Stunden zu schaffen. Rucksacktransport per Seilbahn ist möglich. Eingeweihte wählen manchmal noch den alten Weg vorbei an der schwarzen Wand, einem eigenartigen Naturschauspiel.

Der Winterweg führt, die Lawinenhänge meidend, am Bett des Winnebaches entlang durch die stets zu geschneiteee Bachschlucht am Tejle bis zum Talschluß und hier steil auf dem verschneiten Ausfluss deWonnebachseeses nach oben.

 

Die Hütte wird, von den vielen aus Gries auf- und wieder absteigenden Tagesgästen abgesehen, in erster Linie als Stützpunkt für die recht lohnenden Gipfeltouren der Umgebung, neuerdings aber auch immer mehr von Bergwanderern, die von Hütte zu Hütte gehen, als Zwischenstation beim Übergang zur Guben-Schweinfurter Hütte oder zum Westfalenhaus benützt. Für die Beliebtheit der Hütte spricht, dass sie seit etlichen Jahren manche

Stammgäste, darunter auch Bergfreunde aus Holland und Frankreich, zu verzeichnen hat.

 

Der poetische Gruß wurde von Fräulein von Bodenhausen bei der Hüttenweihe am 1. August 1901 der Festversammlung dar gebracht und im Hüttenbuch vermerkt:
 

Grüß Gott! erschallt's vom Oderstrand Ins trauliche Tirolerland;

Grüß Gott! in hehrer Gletscherhöh Grüß Gott! am klaren Winnebachsee;

Grüß Gott! in lieber Freunde Mitt', Grüß Gott! in unserer Alpenhütt!

 

Aus dem 1901 aufgelegtem Hüttenbuch:

 

12.8.1904 Emil Emmel, Weingutsbesitzer, Boppard am Rhein
 
Friedl Schöpf erfreute uns durch eine vortreffliche Erbsensuppe, seine angenehme Gesellschaft und einen ausgezeichneten Kaiserschmarrn. 
 
18.7.1905 Margarethe Thießen, Königsberg i. Pr.
 
Zweifelhaften Wetters wegen von einem unzuverlässigen Begleiter im Stich gelassen. Und doch ist's klar und schön hier oben. Oh diese Männer! 
 
15.9.1935 Friedl Schöpf, Hüttenbewirtschafter
 
Jetzt ist meine Zeit vorüber. Den Juni 2 Tage Schnee, den Juli 9 Tage, den August 5 Tage und im September 3 Tage. Heute ist der 15. September und es hat sehr hohen Schnee vor der Hütte, denn bei solchem Wetter ist es sehr langweilig. Adieu, adieu, adieu!