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Aktuelles aus der Sektion:

„Das Höllental - unendliche Weiten“

veröffentlicht von: Martin Griesbach am 09.11.2014
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So in etwa würde Captain Kirk sich das wohl auch mit einem Augenzwinkern denken, wenn er am Gipfel des König David stehen und seinen Blick sage und schreibe 170 m über der Talsohle in die Ferne schweifen lassen würde.

 

 

 

Aber zurück zum Anfang. Am 18.11.2014 traf sich die Familiengruppe des DAV Sektion Hof in Hölle um gemeinsam einen erlebnisreichen Wandertag im Höllental im Frankenwald zu verbringen. Manch Teilnehmer reiste mit der Bahn an und einige kamen mit dem Auto. Hier sei erwähnt, dass die AGILIS Bahngesellschaft ein ermäßigtes „Franken-Hopper-Ticket“ anbietet, mit dem man sehr günstig hin und wieder zurückkommt. Es ist somit immer eine Überlegung wert die Benutzung der öffentlichen Nahverkehrsmittel mit in Betracht zu ziehen, zumal es ein unvergessliches Erlebnis ist auf Nebenstrecken der Bahn die Ausblicke in die Natur zu genießen. Martin Griesbach begrüßte alle Teilnehmer und stellte den Tagesablauf kurz vor. Und da die frische Luft lockte und die Sonne allen angenehm warm ins Gesicht schien, ging es auch alsbald los. Nach kurzem steilem Anstieg konnten wir bei einem Abstecher zum Naturlehrpfad einen wunderschönen Blick in das noch ruhende Höllental werfen. Leider war es für alle schnell klar, dass der anfangs doch steile Pfad aufgrund der Taubildung mit den Kindern zu gefährlich wäre und so entschloss man sich den einfacheren Weg über den Rebecca-Stollen zum König David zu begehen. Übrigens ist der Stollen ein Teil des Friedensgrubener Ganges der von Lichtenberg über das Selbitz- und Issigbachtal bis nach Griesbach reichte. Hut ab möchte man sagen, wenn man bedenkt, dass damals die Bergleute nur mit Manneskraft die Stollen vorantrieben. Am Gipfel des König David hatten dann alle erstmal tüchtig Hunger und Durst. Mit selbst gemachten Wurstbroten und süßen Getränken konnten wir den herrlichen Ausblick über das herbstlich geschmückte Tal bis weit hinter Lichtenberg genießen. Nächstes Ziel war dann das Besucherbergwerk Friedrich-Wilhelm-Stollen mit dem dazugehörigen Gasthaus. Im Besucherraum wurden wir vom Bergwerksführer über die Geschichte des Stollens aufgeklärt und ein kurzer interessanter Film machte uns neugierig wie es den wohl so ist in den Berg einzufahren. Nachdem sich alle mit Helmen ausgerüstet hatten war es dann auch soweit. Das eiserne Tor wurde für uns geöffnet.

 

 

Gespannt lauschten alle den Erzählungen und tauchten immer tiefer in die Geschichte des Bergbaus ein. Höhepunkt für die Kinder war sicherlich das Schürfen von Edelsteinen im Stollen, und für die Erwachsenen gab es am Ende einen wohlschmeckenden Bierbrand von der Lichtenberger Sonnenbräu. Nach einem üppigen Mittagessen, ich sag nur „Riesenschnitzel“, im Gasthaus ging es dann wieder zurück. Vorbei an dem Wasserwerk mit Fontäne, das malerisch in der Nachmittagssonne lag über den sonnenbeschienenen Röhrensteig zurück nach Hölle. Alles in allem ein unvergesslicher Tag.

 

Anzumerken wäre noch, dass einem beim Wandern immer wieder die Vielfältigkeit des Tales bewusst wird. Ob es sich nun um den Bergbau, die ehemalige Trennung Deutschlands, die Schönheit der Natur, die technische Erschließung mit Eisenbahn oder die Industrialisierung handelt, das Höllental mit seinen Facetten und seiner Geschichte ist immer wieder einen kurzen Tagesausflug wert, zumal es vor unserer Haustür liegt. 

 

Vielen Dank an Wolfgang Willutzki für den Bericht.

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