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Aktuelles aus der Sektion:

Klettern im Oberreintal

veröffentlicht von: Martin Griesbach am 01.10.2015
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Nach den ersten zwei akademischen Viertelstunden ging es am Donnerstag, den 10. September in Andis bis unters Dach gestopften Caddy endlich in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Vom Olympiastadion aus marschierten wir am Nachmittag nach einer ausgiebigen Brotzeit (Schweizer Wurstsalat à la Uwe) mit atzig* schweren Rucksäcken durch die Partnachklamm hinauf ins Oberreintal. Am Ende unseres Atzen-Aufstiegs passierten wir noch das Biotoilettenhäuschen, den Waschtrogbrunnen und die Freilichtdusche mit Blick auf das Panorama und einen riesigen steinernen ACDC-Schriftzug, um dann um circa dreiviertel acht schließlich auf Hans‘ Kletterparadieshütte einzutreffen.


Bereits ein an die Hüttentür genageltes Mobilfunkgerät mit dem Hinweis „Wir müssen draußen bleiben!“ warnte uns vor jeglichem Gebrauch bis Missbrauch sämtlicher elektronischer Geräte (dazu später mehr…). Mit der kurzen Begrüßung durch den Hüttenwirt folgten auch schon die strikt zu befolgenden Instruktionen: 1. „Schuh mit Schoufscheißß bleim draußn!“; 2. Zutaten für alle Mahlzeiten werden im Regal untergebracht, Gepäck bleibt ebenfalls unten in der Kammer, „ins Lager kommen nur Hüttenschlofsack, Stirnlampn und gegebenenfalls Kuscheltier!“; 3. „Die Küchn is Sperrgebiet, do is die Grenz, dohinter is absolut tabu!“ – Wieder wurde uns klar, dass auch nur der kleinste Verstoß gegen Hans‘ Kodex wohl mindestens mit lebenslangem Hüttenverbot, wenn nicht sogar mit der Todesstrafe geahndet werden musste. Nach der allabendlichen Kartaktion mit zahlreichen Uwemucks und kleiner mitternächtlicher Stärkung ging es nach einem langen Tag ins kalte, zugige Lager.


Bereits viel zu früh, also um sieben Uhr, wurden wir von einem singenden Murmeltier mit dem „Tequila“-Song und Hans‘ Kommentar „Koffee und Teewossa is fertig, ’s Weder is schee, oiso aufsteh!“ aber auch schon wieder geweckt. Durch das atzige Frühstück gestärkt brachen wir nach einigen Regenschauern bei dann erneut gutem Wetter zur Fahrradlkante auf – mit Kletterhardware behängt wie ein Christbaum. Wetterbedingt mussten wir unsere erste Route allerdings nach fünf Seillängen, kurz unterhalb des berühmten Fahrrades, abbrechen, sodass wir pünktlich zu einer ordentlichen Portion Spaghetti wieder an der Hütte ankamen. Nachdem alle mehr als gesättigt waren, wurde Uwes Betriebssystem Loisl 1.0 zum Mucken hochgefahren, bis uns die anschließende Tourenplanung für den nächsten Tag ganz bettreif machte.


Der zweite Morgen begann mit der gewohnten Zeremonie, allerdings starteten wir bereits um acht Uhr durch zur Militärkante im Direkteinstieg. Nach anstrengendem Zustieg und vier atzigen Seillängen mit beachtlichen 180 Höhenmetern verbrachten wir letztendlich eine „gemütliche“ ausgesetzte Wartepause mit Mittagsschlaf und Brotzeit im letzten Standplatz, bevor wir uns in die Schlucht zwischen Oberreintalturm und Unterer Berggeistturm abseilten – allen voraus unser Standplatzsuchsystem Loisl 2.0. Uns blieb nichts anderes, als dort über ein geröllreiches Plattenfeld und dann wieder über den Plattenschuss hinunter in Richtung Essen zu atzen. An unserem Stammtisch saßen allerdings schon die örtlichen „Schouferer“, die an diesem Tag ihre „Schouf“ eingetrieben hatten. Als Uwe dann versuchte, die musikalischen Heimatklänge der „Schouferer“ digital (!) festzuhalten, schritt Hans beherzt ein. Gott sei Dank überlebte die Kamera den Wurf mit voller Wucht, weil sie durch den direkt in der Flugbahn hängenden Messinglampenschirm gebremst und zurückgeschleudert wurde und letztlich in Rucksackbergen zum Liegen kam. Nach diesem Schreck ließen wir den Abend noch ruhig ausklingen, um am nächsten Tag den Weg zurück ins Tal und dann in die Heimat zu wagen.


Alles in Allem eine Atzen-Tour!

*Atzen (atzig, atzen): kann immer und überall universell als Steigerung verwendet werden (Herkunft: Uwe)

Bericht von Raphael Gruber

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