DAV Hof Senioren: Wanderung im Frankenwald Steigla Lamitzpfad

Die Ankündigung ein kürzlich erst hergerichtetes neues „Steigla“ im Frankenwald zu bewandern hat zahlreiche Senioren neugierig gemacht. Nach einer halbstündigen Fahrt auf der B 173 traf man sich in Schnappenhammer (Wallenfels) genau im Parkbereich der touristischen Floßerunternehmen und an der Mündung der Lamitz in die Rodach. 

Noch wird am Wanderzugang zum eigentlich kleinen Lamitzfluß wegemäßig gearbeitet. So muß erst der steile Anstieg zum Wallenfelser Höhenweg begangen werden, bevor der Weg dann wieder hinab zur Lamitz geht. Die Lamitz ein Flößerfluß? Ab und zu erkennt man noch den „Flößerfluß“, der mit großen Steinplatten als Trapezquerschnitt ausgekleidet war.  

Noch ein wenig Geschichte: Das geflößte Fichtenholz war zu seiner Zeit die Energie, die in der Wirtschaft benötigt wurde. Diese Fichtenernergie brachte mehr Geld ein als zuvor die Freiflächenbewirtschaftung der Kleinbauern. Heute geht das ganze wieder rückwärts – der Borkenkäfer hat die Fichten zerstört und die wertvollen fruchtbaren Hochflächen der Landwirtschaft entstehen wieder. Ein ganz neues Landschaftsgesicht ist nicht nur im Wallenfelser Lande wieder entstanden. Man sieht wieder Mischwälder, tiefe Täler, Auen und Hochflächden – eine ganz neue Empfindung beim Wandern durch den Frankenwald im Rodachbereich. 

Der Wanderweg zieht sich ca 3 km am Lamitzbach entlang – wer will, kann nochmals 3 km wandern bis zu einem Floßteich, der beim Öffnen damals die Energie zum Flößen bereithielt. Auf der Wanderstrecke, oft auf Stegen neben dem Bach, hat die Lamitz sich wieder ihr Recht geholt. Die Auenbereiche sind überschwemmt, viele kleine sumpfige Wiesen sind entstanden und der Baumeister Biber hat sich seine Reiche wieder geschaffen. 

Am Turningpoint des Lamitzwanderpfades geht es dann zurück erstmal am Hang hinauf nach Wellesberg. Ziemlich steil ist das, aber wir sind ja ein Alpenverein. 

Der Weiler Wellesberg ist ein Erlebnis für sich. Auf einem bewanderbaren Hochflächenrücken – der sich 4 km bis nach Wolfersgrün zieht – hat man eine wunderbare Sicht in den Frankenwald, zugleich in die tiefen Täler Wellesbach und Lamitz. Attraktiv auf dem „Gipfel“ auch das kleine Gasthaus „Bierstube“, mit einem verführerischen Biergarten. Fast immer sind die Wirtsleute zuhause. 

Ins Tal zum Flößerparkplatz geht der breite Weg nun über die beschriebenen Hochflächen. Bald sind auch die Häuser von Schnappenhammer wieder zu sehen. 

Auf der Rückfahrt nach Hof ist die Wandergruppe einschließlich „Schlachtenbummler“ noch im Gasthof Zegastal inGottsmannsgrün eingekehrt. Auch hier war man mit den Wirtsleuten und den Angeboten sehr zufrieden,