Sektion Hof des Deutschen Alpenvereins
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DAV Eisgrundkurs 2026

Tourenleitung: Hans-Peter Banspach Bericht: Jan Niklas

Im Juni 2026 machten sich sechs Mitglieder der Sektion Hof unter der Begleitung zweier erfahrener Bergsteiger auf den Weg zur Diavolezza – rätoromanisch für „Teufelin“. Dank des Sektionsbusses gestaltete sich die frühmorgendliche Anreise komfortabel, was Bergfreunde ja ohnehin gewohnt sind. Pünktlich in der Gemeinde Pontresina im Kanton Graubünden angekommen, brachte uns die gleichnamige Seilbahn direkt zur Bergstation auf 2.978 m ü. NN.

Theorie mit Bergpanorama

Der ersparte Aufstieg zum Berghotel Diavolezza machte es möglich, bereits am Anreisetag mit der Einführung in den Eisgrundkurs zu beginnen. Da die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen des alpinen Bergsports kamen – vom Trekking bis zum Klettern – war die theoretische Einweisung ein wichtiger gemeinsamer Ausgangspunkt. Ziel war es, grundlegende Kenntnisse und Techniken für sichere Gletscher- und Firntouren zu vermitteln: Steigeisentechnik, Pickelgebrauch, Seilführung und Spaltenbergung.

Mit Blick auf Piz Bernina (4.049 m), Piz Palü und Bellavista sowie auf die rund 16 km² große Gletscherlandschaft von Morteratsch- und Persgletscher – einem der größten Gletschergebiete der Alpen – wurden Knoten- und Materialkunde sowie Seilsicherungstechniken zunächst im flachen, sicheren Gelände am Fels geübt. Ergänzt wurde das Programm durch Themen wie Tourenplanung, Wetterkunde und Erste Hilfe.

Auf den Gletscher

Nach einem reichhaltigen Abendessen und entspanntem Frühstück ging es bei hochsommerlichen Bedingungen auf den Gletscher, um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Zunächst standen Gehen auf Schnee und Firn sowie das Abbremsen von Stürzen auf dem Programm, dann wurden Steigeisentechnik und Pickelhandhabung vertieft. Es folgten das Anseilen am Gletscher, sicheres Bewegen in Seilschaften, der Bau von Fixpunkten in Eis, Firn und Fels sowie Spaltenbergung und Sicherungstechniken – jede:r Teilnehmende durchlief dabei mehrfach alle Positionen innerhalb der Seilschaft.

Zum Abschluss des Übungstags stand eine erste Orientierung und alpine Gefahreneinschätzung an, denn am folgenden Tag sollte das Erlernte über mehrere Stunden hinweg zur Anwendung kommen: Ziel war die Besteigung des Piz Palü (3.899 m) mit Überschreitung des Persgletschers.

Die Entscheidung für die Hochtour

Da im Hochsommer täglich mit Gewittern zu rechnen ist, wurde der Rückzug vom Gletscher bereits am frühen Nachmittag geplant. Am Abend folgte ein ausführlicher Austausch zur anstehenden Hochtour. Nach intensiver Diskussion und sorgfältiger Abwägung aller Risiken und individuellen Belange entschied sich die Gruppe, den Gipfelversuch am nächsten Morgen zu wagen – unter stetiger Neubewertung der Lage während des Aufstiegs.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank den Übungsleitern, die mit ihrem Erfahrungswissen alle Teilnehmenden mental wie physisch in der eigenen Einschätzung unterstützt und beraten haben. Ebenso hat jedes einzelne Tourenmitglied mit wichtigen Informationen und Argumenten zur gemeinsamen Entscheidung beigetragen.

Gipfelerfolg am Piz Palü

Der lange Abwägungsprozess am Vorabend zahlte sich aus: Der wegen der hohen Temperaturen befürchtete mühselige und mitunter gefährliche Aufstieg durch sulzigen, nicht tragfähigen Firn blieb dank des frühen Aufbruchs aus. Trotz einstelliger Plusgrade in der Nacht erwies sich die Schnee- und Eisdecke als stabil, sodass die Gruppe wie geplant um 9:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und klarer Sicht den Gipfel des Piz Palü erreichte.

Fazit

Der Kurs legte großen Wert auf praktisches Lernen – ob bei den Gletschertouren oder den Übungen im alpinen Gelände –, um die vermittelten Techniken direkt anwenden zu können. Die Teilnehmenden konnten sich in folgenden Bereichen weiterbilden:

  • Auffrischung von Kondition und Trittsicherheit
  • Einfache Klettertechniken
  • Grundlegende Sicherungstechniken für alpine Hochtouren
  • Sichere Tourenplanung

Das Ziel, jede Person in die Lage zu versetzen, „einfache“ Gletscher- und Firntouren selbstständig und sicher durchzuführen, wurde vollumfänglich erreicht. Hervorzuheben ist, dass der Kurs neben den technischen Fertigkeiten auch das notwendige Risiko- und Gefahrenbewusstsein für hochalpines Gelände nachhaltig vermittelt hat.

Der DAV Hochtouren-Grundkurs der Sektion Hof unter der Leitung von Hans-Peter Banspach ist ideal für alle, die erste oder zusätzliche Erfahrungen im hochalpinen Gelände sammeln oder auffrischen möchten und sich auf Gletscher- und Firntouren vorbereiten wollen. Er verbindet theoretisches Wissen mit praxisnahen Übungen, sodass die Teilnehmenden danach im besten Fall selbstständig Touren planen und durchführen können.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden und ganz besonders an die Übungsleiter für eine sichere und freundschaftliche Hochtour in der Bernina-Gruppe – eine Erinnerung, die mir persönlich wohl ein Leben lang bleiben wird.

Im Juni 2026 machten sich sechs Mitglieder der Sektion Hof unter der Begleitung zweier erfahrener Bergsteiger auf den Weg zur Diavolezza – rätoromanisch für „Teufelin“. Dank des Sektionsbusses gestaltete sich die frühmorgendliche Anreise komfortabel, was Bergfreunde ja ohnehin gewohnt sind. Pünktlich in der Gemeinde Pontresina im Kanton Graubünden angekommen, brachte uns die gleichnamige Seilbahn direkt zur Bergstation auf 2.978 m ü. NN.

Theorie mit Bergpanorama

Der ersparte Aufstieg zum Berghotel Diavolezza machte es möglich, bereits am Anreisetag mit der Einführung in den Eisgrundkurs zu beginnen. Da die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen des alpinen Bergsports kamen – vom Trekking bis zum Klettern – war die theoretische Einweisung ein wichtiger gemeinsamer Ausgangspunkt. Ziel war es, grundlegende Kenntnisse und Techniken für sichere Gletscher- und Firntouren zu vermitteln: Steigeisentechnik, Pickelgebrauch, Seilführung und Spaltenbergung.

Mit Blick auf Piz Bernina (4.049 m), Piz Palü und Bellavista sowie auf die rund 16 km² große Gletscherlandschaft von Morteratsch- und Persgletscher – einem der größten Gletschergebiete der Alpen – wurden Knoten- und Materialkunde sowie Seilsicherungstechniken zunächst im flachen, sicheren Gelände am Fels geübt. Ergänzt wurde das Programm durch Themen wie Tourenplanung, Wetterkunde und Erste Hilfe.

Auf den Gletscher

Nach einem reichhaltigen Abendessen und entspanntem Frühstück ging es bei hochsommerlichen Bedingungen auf den Gletscher, um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Zunächst standen Gehen auf Schnee und Firn sowie das Abbremsen von Stürzen auf dem Programm, dann wurden Steigeisentechnik und Pickelhandhabung vertieft. Es folgten das Anseilen am Gletscher, sicheres Bewegen in Seilschaften, der Bau von Fixpunkten in Eis, Firn und Fels sowie Spaltenbergung und Sicherungstechniken – jede:r Teilnehmende durchlief dabei mehrfach alle Positionen innerhalb der Seilschaft.

Zum Abschluss des Übungstags stand eine erste Orientierung und alpine Gefahreneinschätzung an, denn am folgenden Tag sollte das Erlernte über mehrere Stunden hinweg zur Anwendung kommen: Ziel war die Besteigung des Piz Palü (3.899 m) mit Überschreitung des Persgletschers.

Die Entscheidung für die Hochtour

Da im Hochsommer täglich mit Gewittern zu rechnen ist, wurde der Rückzug vom Gletscher bereits am frühen Nachmittag geplant. Am Abend folgte ein ausführlicher Austausch zur anstehenden Hochtour. Nach intensiver Diskussion und sorgfältiger Abwägung aller Risiken und individuellen Belange entschied sich die Gruppe, den Gipfelversuch am nächsten Morgen zu wagen – unter stetiger Neubewertung der Lage während des Aufstiegs.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank den Übungsleitern, die mit ihrem Erfahrungswissen alle Teilnehmenden mental wie physisch in der eigenen Einschätzung unterstützt und beraten haben. Ebenso hat jedes einzelne Tourenmitglied mit wichtigen Informationen und Argumenten zur gemeinsamen Entscheidung beigetragen.

Gipfelerfolg am Piz Palü

Der lange Abwägungsprozess am Vorabend zahlte sich aus: Der wegen der hohen Temperaturen befürchtete mühselige und mitunter gefährliche Aufstieg durch sulzigen, nicht tragfähigen Firn blieb dank des frühen Aufbruchs aus. Trotz einstelliger Plusgrade in der Nacht erwies sich die Schnee- und Eisdecke als stabil, sodass die Gruppe wie geplant um 9:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und klarer Sicht den Gipfel des Piz Palü erreichte.

Fazit

Der Kurs legte großen Wert auf praktisches Lernen – ob bei den Gletschertouren oder den Übungen im alpinen Gelände –, um die vermittelten Techniken direkt anwenden zu können. Die Teilnehmenden konnten sich in folgenden Bereichen weiterbilden:

  • Auffrischung von Kondition und Trittsicherheit
  • Einfache Klettertechniken
  • Grundlegende Sicherungstechniken für alpine Hochtouren
  • Sichere Tourenplanung

Das Ziel, jede Person in die Lage zu versetzen, „einfache“ Gletscher- und Firntouren selbstständig und sicher durchzuführen, wurde vollumfänglich erreicht. Hervorzuheben ist, dass der Kurs neben den technischen Fertigkeiten auch das notwendige Risiko- und Gefahrenbewusstsein für hochalpines Gelände nachhaltig vermittelt hat.

Der DAV Hochtouren-Grundkurs der Sektion Hof unter der Leitung von Hans-Peter Banspach ist ideal für alle, die erste oder zusätzliche Erfahrungen im hochalpinen Gelände sammeln oder auffrischen möchten und sich auf Gletscher- und Firntouren vorbereiten wollen. Er verbindet theoretisches Wissen mit praxisnahen Übungen, sodass die Teilnehmenden danach im besten Fall selbstständig Touren planen und durchführen können.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden und ganz besonders an die Übungsleiter für eine sichere und freundschaftliche Hochtour in der Bernina-Gruppe – eine Erinnerung, die mir persönlich wohl ein Leben lang bleiben wird.

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