Allgäuer Höhenwege – Teil 2

8 berghungrige Teilnehmer unserer Sektion trafen sich am Freitagmorgen in einer Bäckerei in Oberstdorf auf ein wunderbares Frühstück und starteten danach zu einer gemeinsamen Bergtour am Allgäuer Hauptkamm.  

Nach einer kurzen Lagebesprechung starteten wir vom Eisstadion über den Moorweiher in Richtung Spielmannsau. An der Alpe Oberau genossen wir eine kleine Brotzeit, bevor es entlang des bekannten E5-Weges in den Aufstieg zur Kemptner Hütte (1844m) ging, welche wir nach 14 km und 1100 hm pünktlich zum Kaffee erreichten. Trotz der immensen Größe – die „Kemptner“ ist mit knapp 300 Schlafplätzen eine der größten  Hütten – bewirtete uns das Hüttenwirtspaar Gabi und Martin mit ihrem jungen Team überaus freundlich und zuvorkommend. Organisation ist halt alles!  

Am nächsten Tag starteten wir bei besten Wetteraussichten in Richtung Mädelejoch, wo wir den E5 verließen und auf den Heilbronner Weg abzweigten. Vorbei ging es am Kratzer und dem Schwarzmilzferner – leider ist vom einzigen Allgäuer Gletscher nur mehr ein Altschneefeld übrig und in ein paar Jahren wird dies wohl auch verschwunden sein – bis zum Abzweig zur Mädelegabel (2645m). Aufgrund des Spitzenwetters und unserer noch gut vorhandenen Kondition entschlossen wir uns diese zu besteigen. Ca. 1 Stunde leichte Kletter- und Kraxelei wurde mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Nach dem Abstieg war es nur mehr ein kurzes Stück vorbei an der Hochfrottspitze bis zur vorderen Bockkarscharte. Nun galt es noch den steilen, gerölligen Abstieg zum Waltenberger Haus (2084m) zu meistern, bevor wir uns nach ca. 6  Stunden auf der Terrasse mit kühlen Getränken und leckerem Kuchen verwöhnen ließen.  Auch hier wurden wir von den Wirtsleuten in einer ganz speziellen Art und Weise freundlich empfangen. Die neu gebaute Hütte überzeugt mit viel Platz und freundlicher Ausstattung.  

Das Highlight dieser Tour waren aber sicher die zahlreichen Tiere, die wir mit Hilfe von Ruths Feldstecher den ganzen Tag über beobachten konnten. Insbesondere die imposanten Steinböcke, die fast in greifbarer Nähe des Weges und des Waltenberger Hauses weilten.  

So verbrachten wir eine erholsame zweite Nacht in den Bergen, bevor es am kommenden Tag nach dem Frühstück an den Abstieg ging. Übers Bacherloch gings nach Einödsbach und ab Alpe Eschbach weiter mit dem Bus zurück nach Oberstdorf. Den notwenden Rückmarsch durchs Dorf versüßten wir uns mit einem Besuch im alteingesessenen Cafe Gerlach und auch ein Abstecher zum Käseladen durfte nicht fehlen.  

Dann galt es Abschied zu nehmen  und nach erfüllten Bergtagen die Rückreise anzutreten. Aber das tolle an so einer Bergtour ist ja, dass man sogar Tage danach noch was hat – zumindest, wenn man die Treppe geht. 

Die Allgäuer