Mountainbike-Faszination vom Zillertal nach St. Vigil
Tourenleitung: Gerhard Ried Trainer B MTB Bericht: Christopher von Mammen
Mit großer Vorfreude starteten wir unsere sechstägige Mountainbike-Mehrtagestour. Wegen des schlechten Wetters wurde der Auftakt kurzfristig geändert: Statt über das Pfitscher Joch fuhren wir mit dem DAV-Bus nach Sterzing. Von dort führte die Route über das Ridnauntal und die Schneebergscharte ins Passeiertal, weiter zu den Stoanernen Mandln und durch das Sarntal zum Rittner Horn. Über Brixen, die Plose, das Würzjoch, das Gadertal und den Heiligkreuzkofel erreichten wir schließlich St. Vigil.
Auf rund 275 Kilometern und 9.000 Höhenmetern erwarteten uns anspruchsvolle Anstiege, wechselnde Untergründe sowie Schiebe- und Tragepassagen. Belohnt wurden wir mit flowigen Trails, langen Abfahrten und beeindruckenden Dolomitenpanoramen. Ein besonderer Höhepunkt war die Schneebergscharte auf 2.681 Metern, die wir vom Ridnauntal aus zu Fuß und mit geschultertem Bike erreichten.
Etappe 1: Sterzing – Ridnauntal – Schneebergscharte – St. Leonhard
Nach dem Start in Sterzing führte uns die erste Etappe durch das Ridnauntal vorbei am ehemaligen Bergwerk zur Moarerbergalm. Der anschließende Aufstieg zur Schneebergscharte war anstrengend, aber die grandiose Aussicht entschädigte für alle Mühen. Über einen abwechslungsreichen Trail fuhren wir anschließend nach St. Leonhard.
Etappe 2: Passeiertal – Meran 2000 – Stoanerne Mandln – Rittner Horn – Brixen
Am nächsten Tag ging es durch das Passeiertal und mit einer Aufstiegshilfe hinauf in Richtung Meran 2000 und zu den Stoanernen Mandln. Bei Sonnenschein und herrlichem Weitblick genossen wir eine wohlverdiente Eispause, bevor flowige Trails nach Sarnthein folgten. Von dort führte die nächste Etappe über die Bozner Quarzporphyrplatte und das Schutzhaus Lazfonser Kreuz zum Rittner Horn und weiter nach Brixen.
Etappe 3: Plose – Würzjoch – Gadertal – Kronplatz – St. Vigil
Da uns die lange Etappe noch in den Beinen steckte, nahmen wir am folgenden Tag den Bus zur Plose. Über den Höhenweg ging es vorbei am Peitlerkofel zum Würzjoch und anschließend hinunter ins Gadertal. Von Pederoa führte die Abschlussetappe über die Almentarawiesen und die Bergwelt der Fanes nach St. Vigil. Ein Flowtrail im Bikepark Kronplatz bildete dabei den krönenden Abschluss der eigentlichen Mehrtagestour.
Zugabe: Pederü – Limosee – Gran-Fanes-Hütte – Sennes-Hütte
Am letzten Tag stand noch eine eindrucksvolle Tour von der Pederü-Hütte über den Limosee, die Gran-Fanes-Hütte und die Sennes-Hütte auf dem Programm. Ein schweres Gewitter sorgte kurz vor dem Ende für zusätzliche Spannung: Nur kurze Zeit nach unserer Abfahrt wurde die Straße nach St. Vigil von einem Murenabgang verschüttet.
Fazit
Mit vielen großartigen Eindrücken traten wir schließlich die Heimreise an. Hinter uns lag eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Bikewoche mit gewaltigen Berglandschaften, technischen Passagen, flowigen Trails, langen Anstiegen und unvergesslichen gemeinsamen Erlebnissen in einer tollen Runde. Mega!






















