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MTB Wochenende auf der Edelweißhütte

Edelweißhütte 2026 – Drei Tage, 129 Kilometer und jede Menge gute Laune

Eigentlich war unsere diesjährige Mountainbike-Tour zur Edelweißhütte schon eine Woche früher geplant. Aber offenbar hatte niemand Lust, sich von einer Terminverschiebung die Tour vermiesen zu lassen – keine einzige Absage! So machten sich am 4. September schließlich 10 Teilnehmer auf den Weg. Einige mussten noch arbeiten und stießen erst am späten Nachmittag zur Truppe dazu.

Freitag – Erst einmal gemütlich einrollen

Pünktlich um 10 Uhr starteten wir am Untreusee. Zum Einrollen ging es zunächst über den Perlenradweg nach Wurlitz und anschließend Richtung Kornberg. In Niederlamitz legten wir bei unserer mitgebrachten Brotzeit die erste größere Pause ein.

Weiter ging es an Marktleuthen vorbei, durch den Egerdurchbruch bei Neumühle und zum Thusfall bei Röslau. Vorbei am Schwarzen Weiher führte uns die Strecke schließlich zur Edelweißhütte. Nach 44 Kilometern und 720 Höhenmetern war das Ziel erreicht – und damit der gemütliche Teil des Tages zumindest theoretisch eröffnet.

Zuerst hieß es: Zimmer einteilen, Betten beziehen, duschen – und natürlich Kaffee und Kuchen. Die Reihenfolge war dabei durchaus flexibel.

Am Abend übernahm Lutz den Grill und sorgte dafür, dass niemand hungrig ins Bett musste. Besuch bekamen wir außerdem von Ivonne, die sich trotz geschientem Fuß nicht davon abhalten ließ, bei uns vorbeizuschauen. Bei sommerlichen Temperaturen saßen wir noch lange auf der Terrasse und genossen einen wunderbar warmen Abend. Erst als die Nacht endgültig die Oberhand gewonnen hatte, löste sich die Runde langsam auf.

Samstag – Neue Wege und ein kleines Technikdrama

Der Samstagmorgen begann etwas kühler, aber das sollte sich schnell ändern. Frank hatte eine Tour vorbereitet, die uns auf vielen neuen Wegen zum Weißen Stein bei Münchberg führte, und uns bei den Anstiegen ordentlich einheizte.

Unterwegs zeigte sich allerdings, dass moderne Technik nicht immer nur Vorteile hat. Jörg war mit der elektronischen Schaltung noch nicht ganz auf Du und Du. Als sich abzeichnete, dass dem Bike der Saft ausgehen könnte, musste Sohn Marius kurzerhand das rettende Ladekabel vorbeibringen. Ein Familien-Service, der vermutlich nicht in jeder Bedienungsanleitung vorgesehen ist.

Nachdem die technische Versorgung gesichert war, konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. In Gefrees gab es zunächst einen Cappuccino-Stopp an der Eisdiele – schließlich braucht auch ein Mountainbiker gelegentlich eine vernünftige Koffeinversorgung.

Danach wurde es allerdings ernst: Es ging lang und steil bergauf. Zuerst zum Steinhauerdenkmal bei Gefrees und anschließend weiter zum Wetzstein. Dort belohnte uns ein fantastischer Blick auf den Ochsenkopf für die zuvor geleisteten Höhenmeter.

Am späten Nachmittag waren nach 44 Kilometern und 860 Höhenmetern wieder alle an der Hütte. Abends ging es zu Fuß zum Birkenhof, wo wir uns von der fantastischen Küche verwöhnen ließen. Nach so viel Sport durfte schließlich auch die kulinarische Regeneration nicht zu kurz kommen.

Sonntag – Rückweg mit Einkehrstopp

Am Sonntag hieß es zunächst: Hüttenputz, zusammenpacken und Abschied nehmen. Pünktlich um 10 Uhr wurden die Stollen wieder in Bewegung gesetzt und wir machten uns auf den Rückweg.

Über den Weißenstädter See rollten wir Richtung Waldstein, wo wir eine kurze Pause einlegten. Anschließend ging es über schöne Trails weiter in Richtung Hallerstein.

Am Haisla wartete bereits die Hüttencrew Manuela und Petra auf uns. Nach einer ordentlichen Stärkung waren auch die letzten Kilometer bis zum Untreusee kein Problem mehr.

Nach weiteren 41 Kilometern und 650 Höhenmetern war unsere Tour schließlich zu Ende. Wir verabschiedeten uns voneinander – allerdings nicht ohne bereits an das nächste Hüttenwochenende 2027 zu denken.

Fazit

Drei sonnige und sehr warme Tage, 15 Teilnehmer, 129 Kilometer und 2.230 Höhenmeter, dazu viele schöne Trails, gute Gespräche, leckeres Essen und jede Menge gute Laune.

Vor allem aber zeigte sich wieder, was unsere Gruppe ausmacht: Wir waren eine sehr homogene Truppe, haben aufeinander geschaut, uns sicher bewegt und kamen praktisch ohne nennenswerte Pannen oder Stürze durch das Wochenende.

Kurz gesagt: Das Wetter war heiß, die Trails waren schön, die Stimmung war bestens – und nur Jörgs Schaltung brauchte zwischendurch etwas familiäre Unterstützung.

Eine rundum gelungene Tour zur Edelweißhütte. Und wie immer gilt: Nach der Hüttentour ist vor der Hüttentour – 2027 kann kommen!

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