Unterwegs im Oberpfälzer Wald

Dieses Jahr führte die fast schon traditionelle Oberpfalztour eine Gruppe unternehmungslustiger Hofer Alpenvereinler im Oktober bei Kaiserwetter ins Zottbachtal bei Pleystein und die Höhenzüge um Georgenberg.

Nach einer kleinen Extrarunde über die Silberhütte konnte – ressourcensparend mit unserem DAV-Bus – der Ausgangpunkt Hammermühle bei Neuenhammer angesteuert werden. 
Die sprechenden Ortsnamen zeugen schon von der früheren wirtschaftlichen Bedeutung des, jetzt beschaulich wirkenden, Zottbachtals.
Die Wasserkraft des Zottbachs nutzte man schon vor dem 14. Jahrhundert für Mühlen und dann für Hammerwerke. Später, im 18. Jahrhundert, entstanden aus diesen ehemaligen Mühlen und Hammerwerken Spiegelschleifen und Polierwerke, was wiederum Ortsnamen wie Danzerschleif erklärt.
Interessante Hinweistafeln, ein Wasserrad mit Hammerwerk und der Querschnitt eines Kohlenmeilers machen diese Industriegeschichte auf dem Glasschleiferweg erfahr- und  erlebbar.

Ganz Alpenverein, gings aber zunächst am Fledermauskeller vorbei, auf steilem Waldpfad und zum Teil im Gänsemarsch, aus dem Zottbachtal hinaus auf den Höhenzug zum ersten Aussichtpunkt.
Ein aussichtsreicher Rundblick über die weite Oberpfälzer Mittelgebirgslandschaft mit Blick auf die Wallfahrtskirche Fahrenberg und die markante Burgruine Flossenbürg belohnte die Anstrengung. 
Wesentlich weniger schweißtreibend führte der Weg dann weiter über Georgenberg zur Mittagsrast auf die Mühle Gehenhammer, eine vom Oberpfälzer-Waldverein – eigentlich-  bewirtschaftete Hütte. Dank eigener Brotzeit konnte die Rast in der Sonne dort auch in Coronazeiten ohne Bewirtung genossen werden. Dafür gab es dort echte technische Errungenschaften der Gegenwart, wie den Handy-Ausschalter, zu entdecken.
Die weitere gemütliche Wanderung auf Glasschleifer- und Nurtschweg zurück zur Hammermühle fand schließlich doch noch ein kulinarisches Ende in der Hammermühle, die mit leckeren, hausgebackenen Kuchen verwöhnte.

Ein Bericht von Siegbert Übelmesser