Streifzug von Kitzbühel nach Fieberbrunn
Das Aufreißen der Wolkendecke und ein beeindruckender Regenbogen am Abend auf der Bochumer Hütte entschädigte uns für den Dauerregen bei der Anreise und beim Hüttenaufstieg. Das Wetter konnte eigentlich nur besser werden. Am nächsten Tag war alles wieder trocken, die Sonne schien und die siebenköpfige Gruppe machte sich weiter auf für die kleine Durchquerung des Hinterlandes von Kitzbühel. Über Rauber, Saalkogel, Oberreiter Joch, Staffkogel und Henlabjoch erreichten wir am Nachmittag die kleine urige Hochwildalmhütte. Nachdem die Hütte nur über 10 Schlafplätze verfügt, waren wir die einzigen Gäste über Nacht. So wurden wir von der netten Hüttenwirtin und ihrer Helferin exklusiv besonders gut versorgt.
Nachdem es in der Nacht wieder geregnet hatte und es auch am Vormittag noch leicht feucht in der Luft war, starteten wir etwas später. Im Nebel stiegen wir zunächst hoch ins Bischofsjoch und ließen von dort den kurzen Abstecher auf den Weißkopfkogel nicht aus. Im weiteren Verlauf wurde das Wetter besser und die Sonne kam wieder heraus. Über den Fieberbrunner Höhenweg ging weiter bis uns schließlich der fantastische Blick hinunter in den Kessel mit dem Wildsee und Wildseeloderhaus begeisterte. Ein kurzer Abstieg noch und das Tagesziel war erreicht.
Pflichtprogramm am letzten Tag war dann noch die Besteigung des Wildseeloders. Mit 2118 m war dies der höchste Punkt der ganzen Tour. Als Zugabe wurde noch die Henne bestiegen. Dies ist natürlich auch ein Berggipfel. Zurück am Wildseeloderhaus war es vorbei mit der Bergruhe. Überall wimmelte es vor Menschen. Nach kurzer Stärkung machten wir uns dann an den Abstieg zur Bergstation der Lärchfilzkogelbahn. Ruckzuck waren wir 800 Höhenmeter weiter unten. Ein Taxi brachte uns in einer knappen Stunde wieder an den Ausgangspunkt.
Fazit: Eine gelungene Tour, mit drei sehr unterschiedlichen Hütten, schönen Steigen in einer überwiegend üppig grünen Berglandschaft und bis auf den letzten Tag noch viel Bergeinsamkeit. Die Kitzbüheler Alpen ohne Skier sind durchwegs ein lohnendes Bergwandergebiet.
Bericht von Klaus Welzel
















































